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Konzerte und Tagungen zum Jubiläum |
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Aus Anlass des 50jährigen Bestehens der Arbeitsgemeinschaft fanden am 22. und 30. Oktober 2011 zwei Konzerte statt: Michael Günther, der renommierte Experte für historische Tasteninstrumente, spielte im Erthaler Hof (Mainz) u. a. Werke von Dalberg, Sterkel und Kraus; im Ratssaal Nieder-Olm musizierten Schüler und Lehrer der von unserem Schriftführer geleiteten Musikschule der Verbandsgemeinde Kompositionen von Küffner, Aloys und Jakob Schmitt, Christian Friedrich Beck, Rinck und Dalberg. Beide Konzerte waren mit einer Ausstellung der Originalausgaben der gespielten Werke verbunden. Eine Tagung zur Musikgeschichte des mittelrheinischen Raums um 29. Oktober im Hörsaal des Musikwissenschaftlichen Instituts der Mainzer Universität mit Referaten bekannter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler rundete die Aktivitäten ab; die Veröffentlichung der Beiträge (als Sonderheft der Mitteilungen) ist bereits in Arbeit. |
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Mitgliederversammlung 2010 |
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Die Arbeitsgemeinschaft hat auf der Mitgliederversammlung vom 30. Oktober 2010 einen neuen Vorstand bestimmt. Univ.-Prof. Dr. Axel Beer und Dr. Günter Wagner wurden als Erster und Zweiter Vorsitzender bestätigt. Dr. Berthold Over wurde zum neuen Schatzmeister gewählt, Jens Klaassen zum neuen Schriftführer. Sie lösen in diesen Funktionen Christoph Hust und Wolfgang Birtel ab, die nicht wieder kandidierten. Prof. Dr. Ursula Kramer wurde als neues Mitglied des Beirates gewählt und ist zugleich als Kassenprüferin die Nachfolgerin von Jens Klaassen.
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Sigrid T’Hooft inszeniert Christoph Graupners Barockoper BERENICE UND LUCILLA in der Orangerie |
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Für die erste Wiederaufführung seit 300 Jahren von Christoph Graupners (1683–1760) Barockoper BERENICE UND LUCILLA oder: Das tugendhafte Lieben hat der Vorverkauf begonnen! Die vorerst einzige geplante Aufführung findet am 29. Oktober 2010 um 19.30 Uhr in der Orangerie Darmstadt statt. Das deutsch-italienische Werk entsteht als Sonderproduktion zum 10. Geburtstag der Darmstädter Residenzfestspiele und als Höhepunkt des Graupner-Jahres 2010 in Koproduktion mit dem Konzertchor Darmstadt und der Christoph-Graupner-Gesellschaft Darmstadt. Die Partitur und das Stimm-Material wurden aus der Handschrift Graupners exklusiv für diese Aufführung hergestellt. Das Werk selbst entstand für die Karnevalssaison 1710 und wurde mit großem Erfolg in Darmstadt gegeben. Der Hofkapellmeister Graupner vertonte ein Libretto von Osiander nach A. Aureli nach Vorbildern von Apostolo Zeno. Die Handlung spielt in Ephesus in der Kaiserzeit der römischen Antike. Lucius Verus, der Mitregent von Kaiser Marc Aurel, ist unglücklich in die Königin der Armenier, Berenice, verliebt, die sich in römischer Gefangenschaft befindet. Er setzt dadurch seine Option auf die Alleinherrschaft aufs Spiel, da er gleichzeitig mit Marc Aurels Tochter Lucilla verheiratet ist. Zu allem Überfluss hat Berenices Bräutigam, der Partherkönig und Todfeind von Lucius Verus, Vologesus, eine Schlacht gegen Lucius Verus überlebt und dringt inkognito in die kaiserlichen Gemächer in Ephesus ein, um Berenice zu befreien… Der Clou ist: anders als bei typischen Barockopern etwa von Händel sind die handlungstragenden Rezitative in deutscher Sprache vertont, die Arien, die die Affekte spiegeln, zu gleichen Teilen auf deutsch und italienisch vertont! Unter den deutschen Arien findet sich am Ende des dritten Aktes zudem die Arie der Berenice „Der Himmel pflanzt mein Glücke“, deren Musik Graupners Brotherr, der Landgraf Ernst Ludwig, höchstpersönlich komponiert hat. Die Inszenierung hat die renommierte belgische Choreographin und Spezialistin für barocke Gestik Sigrid T’Hooft übernommen. T’Hooft hat zuletzt mit ihrer Inszenierung von Händels RADAMISTO (Karlsruhe 2009) weltweit für Furore gesorgt. Die barocken Theater-Kostüme besorgt die Frankfurter Kostümbildnerin Margarete Berghoff. Es singen: Petra van der Mieden (Berenice), Bettina Ranch (Lucilla), David Pichlmaier (Lucius Verus), Richard Logiewa (Claudius), Jean-Pierre Ouellet (Vologesus) u.a. Es spielt die Darmstädter Hofkapelle auf historischen Instrumenten, der Konzertchor Darmstadt übernimmt die Chorpartie. Die Leitung hat Wolfgang Seeliger. Karten (60 / 44 / 28 € zzgl. Gebühren!) sind ab sofort im Vorverkauf erhältlich. Schüler, Studierende, Behinderte, Inhaber der hessischen Ehrenamts-Card sowie des Festspielpasses erhalten 25 % Ermäßigung. Vorverkauf im Darmstadt Shop Luisencenter (Tel.: 06151 - 134535), bei allen an das Internet angeschlossenen Vorverkaufsstellen, im Festspielbüro des in der Mauerstr. 17 (Tel.: 06151 - 20 400) sowie im Internet unter www.residenzfestspiele.de. |
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Informationen für Mitglieder |
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Die Beitragsrechnungen für das Jahr 2010 sind im Oktober versendet worden. Der Lastschrifteneinzug geschieht im November 2010. Sollte sich im Laufe des Jahres Ihre Bankverbindung geändert haben, bitten wir um Mitteilung bei der Geschäftsstelle. Danke! |
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Graupner-Tagung Darmstadt |
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Vom 14. bis 16. Mai fand in Darmstadt aus Anlass des 250. Todestages von Christoph Graupner ein Wochenende mit wissenschaftlichem Symposium und Konzerten statt, bei dem die Arbeitsgemeinschaft für mittelrheinische Musikgeschichte als Veranstalter beteiligt war. Unter dem Titel Musikalische Handlungsräume im Wandel – von der barocken Oper zur frühklassischen Sinfonie: 50 Jahre Hofkapellmeister Christoph Graupner in Darmstadt standen nach einer einführenden Sektion am Freitag, 14.5. ab 14 Uhr zur Darmstädter Residenz und ihrer Kulturpolitik unter Ernst Ludwig am Samstag, 15.5. das Thema Graupner und die Oper (1700-1720), am Sonntag, 16.5. das Thema Graupner und die Sinfonie (1740-1760) im Zentrum. Die abendlichen Konzerte waren thematisch auf die Vorträge abgestimmt. Am 15.5. präsentierte das Ensemble Ex tempore unter Florian Heyerick (Gent) Szenen und Arien aus Graupners Opern Dido, Königin von Carthago und Antiochus und Stratonica. Es sangen u.a. Elisabeth Scholl (Sopran) und Stefan Geyer (Bass). Die belgische, auf barocke Inszenierungspraxis spezialisierte Regisseurin Sigrid T’Hooft gab in diesem Rahmen einen exemplarischen Einblick in die gestische Umsetzung barocker Affekte. Am 16.5. standen Sinfonien und Solokonzerte aus dem historischen Musikalienbestand der Darmstädter Hofkapelle auf dem Programm; unter der Leitung von Michael Schneider und dem Ensemble La Stagione Frankfurt erklangen Werke von Graupner, Fasch, Telemann, Graun und Stamitz. Am Eröffnungsabend (14.5.) stellte die kanadische Cembalistin Geneviève Soly Clavierkompositionen von Graupner und Händel gegenüber. Weitere Informationen auch auf der Website der Christoph-Graupner-Gesellschaft: www.christoph-graupner-gesellschaft.de |
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